AUFGABEN & STRUKTUR

Unsere Arbeit folgt einem klaren Ziel: Wir wollen, dass Menschen verkehrssicher unterwegs sind – in allen Lebensphasen! Da jeder Einzelne aufgefordert ist mitzuwirken, verstehen wir unsere Arbeit als Bildungsauftrag: Wir klären über Gefahren auf und zeigen, wie man sie vermeiden oder umgehen kann. Mit Kindern, jungen Fahrenden, Senior:innen und anderen besonders unfallgefährdeten Gruppen machen wir Trainings, um ihre Fähigkeiten zu entwickeln oder aufzufrischen.

Diese praktischen Tätigkeiten begleiten wir auf der politischen Ebene mit Interessenarbeit, die nicht von finanziellen Interessen geleitet ist, sondern von der Einsicht, dass Politik für eine Infrastruktur und Verordnungen zuständig ist, die Sicherheit im Straßenverkehr überhaupt ermöglichen.

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Ihr Ansprechpartner

Daniel Schüle
Geschäftsführer
030 5165105-0
kontakt@verkehrswacht.de

Eine Frage vorab: Wie viele Verkehrstote und Schwerverletzte würden Sie in Ihrer Familie und in Ihrem Freundeskreis akzeptieren?

Die „Vision Zero“ beschreibt eine Verkehrsgestaltung und Verkehrsverhalten, nach dem es keine Verkehrstoten und Schwerverletzten mehr gibt. In dieser Vision spiegelt sich auch das Credo der Verkehrswacht: „Verkehrssicher in allen Lebensphasen“, und zwar unabhängig davon, wie man unterwegs ist: zu Fuß, mit dem Fahrrad oder motorisiert.

Nach diesem Verständnis ist die Vision Zero ein Handlungskonzept, das im Übrigen schon von mehreren Ländern verfolgt wird. In Deutschland wurde es im Koalitionsvertrag 2018 erstmals festgeschrieben.

Die Präventionsarbeit der Verkehrswacht ist auf die Vision Zero als Ziel orientiert. Das sieht man sowohl in ihren Projekten als auch in ihren Stellungnahmen: Die Sicherheit kommt immer zuerst – Menschenleben ist nicht verhandelbar. Da es so ist, und damit die Vision Zero Wirklichkeit wird, braucht es jeden Einzelnen. Zwar sind Politik, Wirtschaft und Gesellschaft als starke Player aufgefordert, in ihren Mobilitätsstrategien und Verkehrskonzepten, ihren infrastrukturellen Planungen und technischen Entwicklungen sich entsprechend zu verhalten, doch gestalten das Geschehen auf der Straße letztendlich die Verkehrsteilnehmer; und keiner kann in der konkreten Verkehrssituation seine persönliche Verantwortung an eine übergeordnete Instanz abgeben.

Zuerst der Mensch und seine Sicherheit – wenn alle diesen Grundsatz ernst nehmen und danach entscheiden und handeln, kann die Verkehrsunfallstatistik bald besser ausfallen. Was in der Arbeitswelt möglich ist – die sich nach Vision Zero organisiert – ist auch im Straßenverkehr machbar.

Ehrenamt

Die Deutsche Verkehrswacht ist eine Ehrenamt-Organisation: Alle Gremienmitglieder arbeiten ehrenamtlich, und auch die Basisarbeit gäbe es ohne das Ehrenamt nicht.

Freiwilliges Engagement entsteht aus Überzeugung. Viele unserer Ehrenamtler an der Basis haben aufgrund ihres Berufes als Polizeibeamte, Fahrlehrer, Erzieher oder Pädagoge ein quasi intuitives Verständnis für die Bedeutung der Verkehrssicherheit. Sie haben während ihrer aktiven Berufslaufbahn die Folgen von falschem Verkehrsverhalten kennengelernt und möchten ihr Wissen weitergeben, um Unfällen vorzubeugen. Oder sie haben Freude am Umgang mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und kümmern sich deshalb gern um deren Sicherheit.

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten

Die ehrenamtliche Mitarbeit ist genauso vielfältig wie die hauptamtliche: Die meisten Aktiven arbeiten in Projekten der Verkehrsaufklärung und Unfallprävention, beraten Verkehrsteilnehmer, führen Schulungen und Verkehrssicherheitsaktionen durch, klären Zielgruppen über ihre spezielle Gefährdungen auf und trainieren mit ihnen angemessene Verhaltensweisen. Nicht zuletzt setzen sie sich für Verkehrsteilnehmer ein, die sich nicht allein im Straßenverkehr bewegen können.

Wer lieber organisatorisch arbeiten möchte, ist bei der Verkehrswacht ebenfalls herzlich willkommen. Auch Freiwillige, die sich um das Sponsoring von Aktionen kümmern oder sich für Neu-Mitglieder engagieren, sind gern gesehen. Wer sich nicht dauerhaft binden möchte, kann sich bei einzelnen Aktionen oder Projekten engagieren.

Verkehrswacht-Moderatoren

Eine besondere Rolle nehmen die Verkehrswacht-Moderatoren ein. Hier handelt es sich um Menschen, die sich zielgerichtet und langfristig um eine spezielle Altersgruppe kümmern wollen. Sie werden in eigens dafür konzipierten Fortbildungen qualifiziert und können ihr Wissen darüber hinaus in freiwilligen Weiterbildungen vertiefen.

Mitmachen!

Wenn Sie bei uns mitmachen wollen, befinden Sie sich in guter Gesellschaft: In den 600 Verkehrswachten haben sich rund 60.000 Freiwillige zusammengeschlossen. So unterschiedlich die Schwerpunkte vor Ort sind, so einig sind sich alle in ihrer Überzeugung und dem Ziel, der Vision Zero näherkommen und ihren Beitrag für die „Verkehrssicherheit in allen Lebensphasen“ leisten zu wollen.

Die Deutsche Verkehrswacht ist als gemeinnützige Organisation anerkannt und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung. Alle Einnahmen werden für die Verkehrssicherheitsarbeit im Sinne ihrer Satzung eingesetzt.

Über die Verwendung ihrer Mittel legt die DVW transparent und detailliert Rechenschaft ab. Der Jahresabschluss wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzes von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Eine Gewinn- und Verlustrechnung sowie Bilanz wird im jeweiligen Jahresbericht veröffentlicht.

Finanzstruktur / Öffentliche Zuwendungen
Bundesförderung

Die Deutsche Verkehrswacht finanziert ihre bundesweiten Programme und Aktionen mit Unterstützung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr (BMDV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Sie erhält keine institutionelle Förderung.

Bei den Programmen handelt es sich im Wesentlichen um

  • „Kinder im Straßenverkehr“ mit der Zielgruppe Kindergartenkinder,

  • „Jung+Sicher+Startklar“ mit der Zielgruppe der jungen Autofahrenden (bis 24 Jahre),

  • „FahrRad… aber sicher!“ mit der Zielgruppe der Radfahrenden und

  • „Mobil bleiben, aber sicher!“ mit der Zielgruppe der älteren Vekehrsteilnehmenden.

Die Deutsche Verkehrswacht realisiert diese Programme im Auftrag des Bundesministeriums und erfüllt damit eine Aufgabe von öffentlichem Interesse. Wie groß der Bedarf daran ist, unterstreicht die Ehrenamtsstruktur und die Tatsache, dass es rund 60.000 Freiwillige in rund 600 Verkehrswachten gibt, die Verkehrserziehung und -aufklärung gemeinnützig bestreiten.

Die öffentlichen Zuwendungen werden haushaltsrechtlich vom Verbandshaushalt getrennt geführt und gegenüber den Bundesinstitutionen transparent abgerechnet.

Verbandshaushalt

Neben den projektbezogenen Zuwendungen des Bundesministeriums erhält die Deutsche Verkehrswacht verbandsseitige Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden und Sponsoring. Diese Einnahmen bilden den Verbandshaushalt. Ohne diese Beiträge der Mitglieder, Fördermitglieder und anderen Unterstützer:innen wäre die Arbeit der Deutsche Vekehrswacht nicht möglich. Ein besonderer Dank gilt dem Verband der Automobilindustrie (VDA) für die langjährige, kontinuierliche Förderung der Schülerlots:innen – ohne die Unterstützung wäre das erfolgreiche Projekt nicht zu realisieren.

Darüber hinaus ist die Deutsche Verkehrswacht alleinige Gesellschafterin der VMS Verkehrswacht Medien & Service GmbH. Die in der jeweiligen Jahresbilanz ausgewiesenen Rücklagen bestehen fast vollständig aus der Bewertung der Beteiligung.

Geldauflagen

Wenn bei Verkehrsdelikten ein Gerichtsverfahren gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt wird, ist die Deutsche Verkehrswacht eine nahezu ideale Zuweisungsempfängerin – setzt sie ihre Mittel doch für die Präventionsarbeit gegen solche Vergehen ein. Viele Richter:innen und Staatsanwält:innen weisen deswegen regelmäßig solche Geldauflagen an die örtlichen Verkehrswachten und an die Deutsche Verkehrswacht zu. Auch im Rahmen von Wirtschaftsstrafsachen erhält die Deutsche Verkehrsacht oftmals Unterstützung aus diesem Kreis.

Kontoverbindung

IBAN: DE27 3807 0059 0025 1900 03
BIC: DEUTDEDK380
Bank: Deutsche Bank

Die Deutsche Verkehrswacht arbeitet überparteilich und überparteiisch. Sie ist an der Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer interessiert und nimmt nicht den Blick einer speziellen Verkehrsteilnehmergruppe ein, ergo auch nicht die Interessen dieser Gruppe wahr, wie es ein Automobilclub oder ein Fahrradclub zwangsläufig tun.

Dass die Verkehrswacht für gegenseitiges Verständnis und für gegenseitige Rücksichtnahme wirbt und nicht müde wird, den Appell für ein faires Miteinander im Straßenverkehr zu wiederholen, basiert auf der Einsicht , dass es niemals „die“ rücksichtslosen Autofahrer oder „die“ rüpelhaften Radfahrer gibt. Die meisten Menschen verhalten sich situationsangemessen und partnerschaftlich; doch angesichts des steigenden Verkehrsaufkommens und immer neuer Verkehrsmittel wird der Platz auf der Straße enger, was zu Konflikten führen kann. 

Ihre interessenübergreifende Verkehrserziehungs- und Aufklärungsarbeit macht die Deutsche Verkehrswacht zu einer ausgleichenden und moderierenden Kraft und bedingt ihre Stellung im Gefüge der Verkehrssicherheitsorganisationen. Sie arbeitet mit vielen anderen Verbänden und Organisationen zusammen, auch mit wechselnden Partnern, je nach Thema und Projekt. 

Ihre Kraft nutzt die Verkehrswacht auch auf der politischen Bühne. Bei den Verbändeanhörungen im Bundestag zu Neuerungen rund um den Straßenverkehr ist sie eine Stimme, die zählt. Ihre dort abgegebenen Einschätzungen und Überzeugungen folgen immer der „Vision Zero“ – der Unversehrtheit aller Verkehrsteilnehmer. Es ist also auch immer eine Stimme, auf die Verkehrsteilnehmer zählen können.

Die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Jugendarbeit in der Deutschen Verkehrswacht („AG Jugend”) hat das Ziel, durch Einbindung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Mitgliederstruktur in den Ortsverkehrswachten zu verjüngen. Zwei Mal im Jahr treffen sich die Jugendvertreter aus ganz Deutschland, um in Workshops neue Ideen und Chancen auszuloten. Auch die Jugendlichen selbst treffen sich jedes Jahr zum „Jugendverkehrswachttag“.

Jugendarbeit

In der langjährigen Entwicklung dieser Struktur haben sich in den Landes-, Gebiets-, Kreis- und Ortsverkehrswachten unterschiedliche Jugendarbeitsmodelle herausgebildet: In Jugendverkehrsclubs und Jugendverkehrswachten engagieren sich mittlerweile mehrere Hundert Jugendliche. Zudem sind Verkehrshelfer und Verkehrskadetten als „Verkehrsdienste“ aktiv. Diese Jugendlichen sind mindestens 13 Jahre alt und übernehmen bereits verantwortungsvolle Aufgaben. Da sie dabei auch in der Öffentlichkeit stehen und von dieser beurteilt werden, werden sie umfangreich geschult und müssen regelmäßige Fortbildungen absolvieren. Ihre Ausbildung als „Verkehrskadett“ oder „Verkehrshelfer“ hat theoretische und praktische Anteile und wird je mit einer Prüfung abgeschlossen. Wer als Anwärter beide Prüfungen besteht, wird zum Verkehrskadetten/Verkehrshelfer ernannt. 

Unterstützung vor Ort

Die AG Jugend steht örtlichen Verkehrswachten bei der Gründung von Jugendgruppen mit Rat und Tat zur Seite. Das Engagement im Verein fördert bei Jugendlichen soziale Kompetenzen, schafft Kontaktmöglichkeiten und Selbstvertrauen und unterstützt die Team- und Kritikfähigkeit. Von Jugendarbeit profitieren beide Seiten – die Jugendlichen und die Orts- und Kreisverkehrswachten.

Gemeinsam mit der DVW hat die AG Jugend einen Flyer entwickelt, der die Verkehrswachten kurz und knapp die wichtigsten Infos gibt für den Aufbau von Jugendgruppen oder Jugednarbeit im Verein.

Flyer “Jugendarbeit in den Vekehrswachten”
Informationen für Verkehrswachten
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